📝 Der Prinz aus Zamunda 2 (2021) – Weder „woke” noch witzig

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DER PRINZ AUS ZAMUNDA 2 ist so sehr in der Struktur des Vorgängers gefangen, dass er nicht viel mehr als das leise Echo eines zumindest ansatzweise fortschrittlich in die Zukunft schauenden – jedenfalls im Kontext des Hollywood-Mainstreams der 1980er – Films darstellt. Wo Akeem noch mit veralteten Konventionen wie der Zwangsheirat brach, herrscht nun 30 Zamunda-Jahre später immer noch absoluter Stillstand. Der König gewordene Prinz scheint sich weiterhin von den königlichen Wäscherinnen beim morgendlichen Bad gründlich „säubern” zu lassen und mehr als nur ein Auge auf knapp bekleidete Tänzerinnen zu werfen. „Ab jetzt wird sich alles ändern”, verspricht Akeem trotzdem sinngemäß zum Schluss. Doch es ist zu spät. Das Franchise ist verdorben.

„Der Prinz aus Zamunda 2” bei Amazon Prime Video: Weder „woke” noch witzig – musikexpress.de

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📝 Billie Eilish: The World’s a Little Blurry (2021) – In dieser Doku ist nicht nur die Welt unscharf

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BILLIE EILISH: THE WORLD’S A LITTLE BLURRY schafft es, die Zuschauer*innen innerhalb der monumentalen Spielzeit von zweieinhalb Stunden durch ein Wechselbad der Gefühle zu schicken. Einerseits ist der Film „eine radikal ehrliche Doku über einen Teenager, der zur Ikone wird”, wie Kritiker David Ehrlich für „Indiewire“ schreibt. Andererseits ist der Film Teil der Entertainment-Maschinerie – und auch des Problems, indem er die Schattenseiten des Ruhms nur vermeintlich kritisch betrachtet und sich so letztlich mit der ungesunden Legendenbildung innerhalb der Musikindustrie gemein macht.

„Billie Eilish: The World’s a Little Blurry” bei Apple TV+: In dieser Doku ist nicht nur die Welt unscharf – musikexpress.de

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🍽 Das Wochenendmenü: Kreativpause


Vor fast auf den Tag genau, am 14. Februar, vor einem Jahr habe ich ohne großartig nachzudenken das Wochenendmenü gestartet und bis auf wenige Ausnahmen jeden Freitag drei persönliche Streaming-Tipps präsentiert. 47 Ausgabe sind es geworden. Jetzt ist damit Schluss.

Denn innerhalb des vergangenen Jahres und insbesondere in den vergangenen Wochen hat sich nicht nur die Welt an sich, sondern auch mein ganz persönlicher Planet ganz schön weitergedreht. Das bedeutet unter anderem, dass ich mich nun auch beruflich mehr als zuvor mit Filmen, Serien und diesem ganzen Streaming-Kosmos beschäftige.

Und ich muss zugeben: Mir fehlt deshalb gerade einfach die kreative Puste für ein Projekt wie das Wochenendmenü. Und darunter leidet auch der Spaß. Doch ich wollte das alles nie zum Zwang werden, mich nie davon nerven lassen. Also ziehe ich an dieser Stelle die Reißleine und nenne das einfach “Kreativpause”.

Denn das soll noch nicht das Ende sein. Auch in Zukunft möchte ich ein bisschen Orientierung im Streaming-Dschungel aus meiner ganz persönlichen Perspektive bieten. Ich weiß nur noch nicht, in welcher Form. Haut mich gerne an, wenn ihr Ideen, Vorschläge oder Wünsche habt.

Derweil könnt ihr meine Arbeit bei Shelfd, Kino-Zeit und Musikexpress verfolgen.

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🎬 LSC6: The Young and the Damned (1950) – Getreten wird immer nur nach unten

Die Challenge in dieser Woche ist, einen bisher ungesehen Film aus dem Goldenen Zeitalter des mexikanischen Kinos zu schauen.


Im Intro von THE YOUNG AND THE DAMNED wird angekündigt, dass es sich nicht um einen optimistischen Film handelt. Und so ist es auch – auch mehr als 70 Jahre nach Release noch. Denn obwohl sich ganz allgemein die Lebensbedingungen (zumindest in der westlichen Welt) gebessert haben, hat insbesondere ein Phänomen Fortbestand: dass die Abgehängten ohne mit der Wimper zu zucken nach unten treten, aber keinen Angriff auf die eigentlichen Ausbeuter:innen starten. Attackiert werden nur die Blinden, die vermeintlich dummen Arbeiter:innen vom Land, die noch Ärmeren, die noch Hungrigeren, die Ausgegrenzten, aber auch die eigenen Freund:innen und die Familie. Luis Buñuel hat damit ein zeitloses Gespür für gesellschaftlich-ökonomische Zusammenhänge bewiesen.