Gesehen: The Fountain (2006)
Ich mag die hier aufgeworfenen Gedanken zur Raum und Zeit transzendierenden Liebe, zur Machtlosigkeit und der Ohnmacht ob des menschlichen Schicksals, das zwangsläufig mit dem Tod endet, schon. Aber unterm Strich ist THE FOUNTAIN vor allem eins: ein Film, der sich von seinen eigenen religiösen Sujets blenden lässt und so mit seiner Anordnung nicht viel mehr als konservative Verblendung produziert.
Da ist es die Frau, die ihren Mann immer wieder vom Schöpfen und vom Kreieren abhält und so – das schwingt jedenfalls unterschwellig mit – ihren eigenen Tod mitverschuldet. Dazu die über allem schwebende Fragestellung nach der Hybris des Menschen, der von dem Glauben fehlgeleitet wird, das Göttliche auszudribbeln und übertrumpfen zu können. Es wundert mich bei Aronofsky nicht, aber es irritiert mich trotzdem immer wieder.
★★☆☆☆