📝 The Man Who Sold His Skin (2020) – Die Würde des Menschen ist tätowierbar

Screenshot: kino-zeit.de

Der Deal: Sam Ali lässt sich ein Schengen-Visum auf den Rücken tätowieren und bekommt im Gegenzug ein tatsächliches Visum mit absoluter Reisefreiheit organisiert. Gleichzeitig muss er als nun lebendes Kunstwerk jedoch auf Fingerschnippen für Ausstellungen bereitstehen. Der Exzess der westlichen Welt wird wortwörtlich auf dem Rücken der Geflüchteten ausgetragen. Die Würde des Menschen ist zwar nicht antastbar, aber offensichtlich tätowierbar.

Spätestens an dieser Stelle verabschiedet sich das Drehbuch von jeglicher Form der Subversion. Wer zwischendrin mal kurz aufs Handy schaut, muss keine Angst haben, etwas zu verpassen. Denn The Man Who Sold His Skin setzt zwar auf „show”, aber in noch viel größerem Maße auf „tell”.

The Man Who Sold His Skin (2020) – Die Würde des Menschen ist tätowierbar – kino-zeit.de

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🌊 Der Stream. Empfehlungen aus dem Internet.


Im Februar habe ich das Wochenendmenü in die Kreativpause geschickt. Dort soll das Format auch vorerst bleiben. Trotzdem will ich weiterhin Dinge empfehlen – nur ohne Zeitdruck, ohne Formatzwang, ohne großen Aufwand und irgendwie auch ohne die von Algorithmen getriebene Social-Medie-Öffentlichkeit.

Deshalb habe ich den Stream™️ als Unterseite geschaffen. Dort lasse ich ab sofort Dinge einlaufen, die mir gefallen – schnörkellos und ohne großartige Einordnung. Was im Stream auftaucht, ist einfach gut. Jedenfalls aus meiner Sicht.